Qualitätsverbesserungsprozess in der Schuleingangsphase
gemeinsam gestalten
Was verstehen wir unter Qualitätsverbesserung?
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Zwei verschiedene Qualitätsdefinitionen welche wollen wir hier
verwenden?
Qualität ist
zu halten, was man verspricht
Qualität ist
wenn es besser wird
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Wo zeigt sich Qualität einer Schule?
| Input |
Prozesse |
Produkt |
| Vorhandenes Personal |
Kernprozess |
Tests
Abschlüsse |
Organisation /
Infrastruktur /
Mittel |
Serviceprozess
Leistungsprozess
|
Zufriedenheit
Selbstkonzept
Können |
| SchülerInnen |
Veränderungsprozess |
Lebenserfolg der SchülerInnen |
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Wie kann Qualitätsverbesserung ansetzen?
Qualitätsverbesserung muss da ansetzen, wo die Akteure Einfluss auf die
maßgeblichen Prozesse haben.Wo wird Qualität in der Schule gemacht?
Hier geht's bald weiter (WbS)
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An welche Prozesse müssen wir denken, wenn wir Qualität verbessern
wollen?
 |
- Kernprozess der Schule ist das Lernen der Kinder
- Serviceprozess 1: Unterstützung des Kernprozesses durch Schule
als Lernumgebung, Aufgabenstellung, Impulse, Feedback, Kontakte etc.
- Serviceprozess 2: Service für die Lehrerinnen und Lehrer:
Schulleitung, Verwaltung, Qualitätssicherung, Personalentwicklung,
Organisation, Information, Außenkontaktpflege
|
Notwendige Überlegungen:
- Was genau soll verbessert werden?
- Was ist zentral für eine gute Qualität in diesem Bereich?
Wo haben wir Einfluss auf diesen Bereich?
Was macht die Qualität der Prozesse aus?
- Zentrale Aspekte der Qualität des Kernprozesses: SchülerInnen
gehen ihre Arbeiten selbstständig und planvoll an, wählen realistische
Ziele, kennen ihre Ressourcen und setzen sie gezielt ein, steuern ihren Lernprozesses,
wählen geeignete kognitive Strategien, motivieren sich selbst, verwenden
Strategien um Vorwissen zu aktualisieren, beschaffen sich Informationen, die
sie benötigen, kooperieren und diskutieren ihre Wege und Ergebnisse etc.
- Zentrale Aspekte der Qualität des 1. Serviceprozesses: Reichhaltige
und zweckmäßige Lernumgebung, anregende und anspruchsvolle Aufgaben,
die jeden einzelnen Schüler in seiner Lernentwicklung voranbringen, Kooperation
herausfordernde Unterrichtsorganisation, Möglichkeiten die Ergebnisse
zu präsentieren, Anerkennung und konstruktive Kritik zu bekommen etc.
- Zentrale Aspekte der Qualität des 2. Serviceprozesses: Effektive Unterstützung
der PädagogInnen durch Schulleitung, Unterstützungssystem u.a.
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Was hat Qualitätsverbesserung mit Selbstevaluation zu tun?
Wer stellt fest, wo sich Qualität verbessert?
- Wo wird evaluiert?
- Intern: Innerhalb einer Systemgrenze
- Schulinterne Evaluation zielt auf die Prozesskette innerhalb der Schule
- Extern: Außerhalb einer Systemgrenze
- Externe Evaluation von Schule wird von Außenstehenden in der Schule
durchgeführt
- Wer evaluiert?
- Selbstevaluation
- Dient der Verbesserung der eigenen Praxis und wird nur durch die Handelnden
selbst durchgeführt. Leistende und Evaluierende sind also die selben
Akteure.
- Fremdevaluation
- Dient der Bewertung fremder Praxis. Akteur und Evaluator sind verschiedene
Personen
Nicht jeder Prozess ist evaluierbar!
Wichtig:
Die Evaluierbarkeit des Prozesses muss zuerst sichergestellt werden!
Unstrukturierte und intransparente Prozesse (z. B. Lawinen) lassen sich nur
anhand der Überprüfung ihrer Ergebnisse bewerten (end of pipe)
Soll Qualität mit Hilfe von Evaluation systematisch verbessert werden,
muss der Prozess, den es zu verbessern gilt, reflektierbar gemacht, also systematisch
gestaltet werden. (Gestaltung ersetzt den Zufall durch Irrtum - und aus Irrtümern
kann man lernen)
Nicht die Erreichung jedes Ziels ist evaluierbar

| Ziellosigkeit |
Bewegungslosigkeit |
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Systematische Qualitätsverbesserung lässt sich evaluieren

Nach: Imai, M (1992): Kaizen der Schlüssel zum Erfolg der Japaner.
München

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Wie kann man feststellen, ob sich Qualität verbessert?
Wenn Sie Ihre Arbeit an der Schule mit den unten stehenden Kriterien selbst
einschätzen möchten, beachten Sie bitte, dass hier kein objektives
Maß angegeben ist. Vielmehr sind alle Angaben interpretierbar. Wer noch
wenig über Jahrgangsmischung weiß, tendiert dazu, seine Arbeit zu
überschätzen! Es ist daher sinnvoll die Selbsteinschätzung mit
einer Fremdeinschätzung zu konfrontieren.
Wie kann man feststellen, ob sich Qualität verbessert?
Wie kann man vorgehen?
Checklisten zur Hilfe nehmen, möglichst genau beschreiben
Wo stehen wir? (Standard 1)
Woher wissen wir das?
Wo wollen wir hin? (Fernziel)
Wie gehen wir nun vor? (Teilziele, Maßnahmen)
Nach einem festgelegten Zeitraum wird wiederholt:
Wo stehen wir jetzt? (Standard 2)
Woher wissen wir das?
Wo wollen wir hin? (Fernziel)
Wie gehen wir nun vor? (Teilziele, Maßnahmen)
Beispiel:Wie weit ist die Entwicklung in den einzelnenBereichen gediehen?

Wie weit ist die Entwicklung in den einzelnenBereichen am Ende des Jahres
2001 gediehen?
0 keine Jahrgangsmischung
1 Jahrgangsmischung klappt organisatorisch
2 Es gibt ein wie auch immer geartetes pädagogisches Konzept der Jahrgangsmischung
3 Jahrgangsmischung wird in den Lernaufgaben systematisch und begründet
berücksichtigt
4 Jahrgangsmischung wird pädagogisch genutzt, um eine höhere Lernqualität
aller zu erreichen
Allgemein formuliert:
0 Element nicht vorhanden
1 Element organisatorisch eingeführt
2 Element organisatorisch eingeführt und pädagogisch konzeptionell
bekannt
3 Element wird in Einzelaktionen (z.B. Lernaufgaben) pädagogisch didaktisch
genutzt
4 Element ist Alltagsnormalität und wird pädagogisch gezielt genutzt,
um eine höhere Lernqualität zu erreichen
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Welche Kompetenzen benötigen EvaluatorInnen?
- Methodenkompetenz
- D1 Angemessene Verfahren kennen
- D3 Evaluation effizient durchführen können
- G4 Informationsquellen auswählen können
- G5 aussagekräftige und zuverlässige Informationen identifizieren
- G6 Methoden zur systematischen Fehlerprüfung kennen
- G7 Analysemethoden für qualitative u. quantitative Informationen
- N2 Methoden zur Klärung der Evaluationszwecke
- Basiskompetenzen für
- D2 Diplomatisches Vorgehen
- N3 Glaubwürdigkeit des Evaluators/der Evaluatorin
- N6 Vollständigkeit und Klarheit der Berichterstattung
- G1 Beschreibung des Evaluationsgegenstandes
- F3 Vollständige und faire Überprüfung
- F4 Unparteiische Durchführung und Berichterstattung
- F5 Offenlegung der Ergebnisse
- Organisations- und Feldkenntnisse für
- G2 die Kontextanalyse
- N1 Identifizierung der Beteiligten und Betroffenen
- N2 Klärung der Evaluationszwecke
- N5 Transparenz von Werten
- N7 Rechtzeitigkeit der Evaluation
- N8 Nutzung und Nutzen der Evaluation
- F1 formale Vereinbarungen
- F2 Schutz individueller Rechte
Nummerierung entspricht den Evaluationsstandards der DeGEval
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letzte Aktualisierung: 20080103 |